Matera in der Basilikata – Italiens Höhlenstadt als Filmkulisse
Es gibt Orte, die wirken nicht real, sondern wie eine Kulisse. Matera in der Basilikata ist genau solch ein Ort. Die Stadt mit ihren „Sassi“, Höhlenwohnungen, die sich amphitheatralisch an die Felsen schmiegen, ist eine der weltweit ältesten bewohnten Siedlungen. Heute UNESCO-Welterbe, war Matera lange Zeit Symbol der Armut.
Die Sassi – Wohnen in Felsen
Bis in die 1950er-Jahre lebten Familien mit ihren Tieren in den Höhlen. Dunkel, feucht, ohne Wasser oder Strom. Erst ein staatliches Umsiedlungsprogramm beendete diese Zustände. Heute sind viele Sassi restauriert – als Boutique-Hotels, Restaurants oder kleine Museen.
Kirchen und Klöster in den Felsen
Über 150 Felsenkirchen durchziehen Matera. Fresken, die Jahrhunderte überdauert haben, erzählen Geschichten vom frühen Christentum. Besonders sehenswert: die Kirche Santa Maria de Idris, halb Fels, halb Bauwerk.
Matera als Filmkulisse
Hollywood liebt Matera. Mel Gibson drehte hier „Die Passion Christi“, James Bond jagte in „No Time To Die“ durch die Gassen, und sogar „Wonder Woman“ nutzte die Kulisse. Kein Wunder – die Stadt wirkt wie ein Sprung ins Alte Testament.
Kulturhauptstadt & Aufbruch
2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt. Seitdem hat sich die Stadt neu erfunden – zwischen Authentizität und Tourismus. Kleine Galerien, Cafés und Kunsthandwerk beleben die Sassi.
Tipps für den Besuch
- Übernachten in einem Sassi-Hotel – ein Erlebnis für sich.
- Sonnenuntergang vom Belvedere Murgia Timone – Blick auf Matera wie ein Gemälde.
- Lokale Spezialitäten probieren: Pane di Matera (Brot), Peperoni Cruschi (knusprige Paprika).
Fazit: Ein Ort wie kein anderer
Matera ist Italiens surrealste Stadt – und doch ganz real. Ein Ort, der sich aus Armut erhoben hat, heute glänzt und gleichzeitig Geschichte bewahrt. Wer Süditalien bereist, darf Matera nicht verpassen.
